Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Menü
Wichtig zutrittskontrolle Score: 8/10

NIS-2-Congress 2026: Physische Zutrittskontrolle als Teil der Cyber-Resilienz-Strategie

Assa Abloy zeigt beim NIS-2-Congress, warum ganzheitliche Sicherheit digitale und physische Zutrittskontrolle verbinden muss. Workshop am 12. Mai 2026.

NIS-2-Congress 2026: Physische Sicherheit rückt in den Fokus

Vom 11. bis 13. Mai 2026 findet in Frankfurt der NIS-2-Congress statt, bei dem Assa Abloy Sicherheitstechnik einen besonderen Akzent setzt: Das Unternehmen zeigt in einem Workshop auf, warum zur Cyber-Resilienz nicht nur digitale Systeme, sondern auch die physische Zutrittskontrolle gehört. Der Kongress, der sich als IT-Security-Dialog für Unternehmen versteht, erwartet rund 700 Teilnehmende, mehr als 50 Fach- und Praxisvorträge sowie 16 Workshops.

Im Mittelpunkt des Assa Abloy-Auftritts steht die Frage, warum Unternehmen im Zuge von NIS2 nicht nur ihre digitalen Systeme, sondern auch den physischen Zugang zu sensiblen Bereichen konsequent absichern müssen. Diese ganzheitliche Betrachtung wird immer wichtiger, da viele Sicherheitskonzepte bisher einen blinden Fleck bei der physischen Komponente aufweisen.

NIS-2-Umsetzung: Viele Unternehmen im Verzug

Der Zeitpunkt der Fachveranstaltung ist brisant: Seit Ende letzten Jahres ist die EU-Cybersicherheitsrichtlinie NIS2 auch in Deutschland in Kraft. Anfang März lief beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Registrierungspflicht für betroffene Unternehmen ab. Seitdem häufen sich jedoch Medienbeiträge darüber, dass die Mehrzahl der Unternehmen diesen Schritt verpasst hat.

Besonders problematisch: Der rechtliche Schutz für Nachzügler ist nun weggefallen und Bußgelder sowie verschärfte Kontrollen drohen. Dies macht deutlich, wie groß der Nachholbedarf bei Umsetzung, Verantwortlichkeiten und Sicherheitsstrategie in vielen Organisationen weiterhin ist.

Physische Zutrittskontrolle als unterschätzter Faktor

Der Workshop von Assa Abloy greift einen wichtigen Aspekt auf, der in der Debatte rund um Compliance, Cybersecurity und Resilienz oft unterschätzt wird: Sicherheitskonzepte bleiben lückenhaft, wenn sie sich allein auf Netzwerke, Endpunkte und Prozesse konzentrieren, nicht aber auf Türen, Zutritte und reale Infrastrukturen.

Entgegen der weitverbreiteten Annahme stellt NIS2 auch starke Anforderungen an die physische Zutrittskontrolle. Eine isolierte Betrachtung digitaler Risiken greift damit zu kurz. Überall dort, wo Verfügbarkeit, Schutz kritischer Bereiche und nachvollziehbare Zugriffssteuerung entscheidend sind, müssen ganzheitliche Strategien entwickelt werden, die IT-Sicherheit, Organisation und physische Absicherung zusammendenken.

Workshop: Integration von digitaler und physischer Sicherheit

Am 12. Mai um 11:45 Uhr demonstrieren die Business Development Manager Miriem Ajouri und Felix Steinhausen in ihrem Workshop, wie sich digitale und physische Sicherheitswelten mit elektronischen Schließanlagen manipulationssicher, skalierbar und regelkonform verbinden lassen. Der Titel des Workshops bringt die Kernbotschaft auf den Punkt: "Wenn Angreifer durch die Tür kommen, hilft keine Firewall: Warum physische Sicherheit genauso geschützt sein muss wie Netzwerke."

Miriem Ajouri verantwortet als Business Development Managerin bei Assa Abloy den Bereich Industrie, während Felix Steinhausen gemeinsam mit den Kollegen des Assa Abloy KRITIS-Teams den Bereich Sicherheit Kritischer Infrastrukturen betreut. Im Anschluss an den einstündigen Vortrag in Raum 3 und während der Messetage stehen beide Referenten vor Ort für Fragen zur Verfügung.

Praktische Relevanz für Unternehmen

Die Bedeutung einer ganzheitlichen Sicherheitsstrategie wird besonders deutlich, wenn man die realen Bedrohungsszenarien betrachtet. Cyberkriminelle nutzen längst nicht mehr nur digitale Angriffsvektoren, sondern versuchen auch über physische Zugänge in Unternehmen einzudringen. Moderne Zutrittskontrollsysteme können hier eine wichtige Rolle spielen, indem sie nicht nur den physischen Zugang regeln, sondern auch digitale Sicherheitsprozesse unterstützen.

Für Unternehmen, die von NIS-2 betroffen sind, bedeutet dies konkret: Sie müssen ihre Sicherheitskonzepte erweitern und dabei sowohl digitale als auch physische Komponenten berücksichtigen. Dies betrifft besonders kritische Infrastrukturen, wo der Schutz sensibler Bereiche von entscheidender Bedeutung ist.

Ausblick: Ganzheitliche Sicherheit als Standard

Der NIS-2-Congress 2026 macht deutlich, dass sich das Verständnis von Cybersecurity wandelt. Die strikte Trennung zwischen IT-Sicherheit und physischer Sicherheit wird zunehmend aufgehoben. Stattdessen rücken integrierte Lösungen in den Fokus, die beide Bereiche miteinander verknüpfen.

Für die Sicherheitsbranche bedeutet dies neue Chancen, aber auch neue Herausforderungen. Anbieter von Zutrittskontrollsystemen müssen ihre Lösungen zunehmend in größere Sicherheitsökosysteme integrieren können. Gleichzeitig müssen sie die Compliance-Anforderungen von NIS-2 erfüllen und dabei sowohl technische als auch organisatorische Maßnahmen berücksichtigen.

Der Workshop von Assa Abloy beim NIS-2-Congress zeigt exemplarisch, wie diese Integration gelingen kann und welche praktischen Schritte Unternehmen unternehmen müssen, um ihre Sicherheitsstrategie entsprechend anzupassen.