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Neue VdS-Fachtagung Perimeterschutz: Fokus auf KRITIS und Zaunsicherheit

Am 9.11.2026 startet in Köln die VdS-Fachtagung „Perimeterschutz“ mit Fokus auf KRITIS-Dachgesetz, neue Richtlinie VdS 3143 und moderne Schutzkonzepte.

Was ist passiert?

Das VdS-Bildungszentrum veranstaltet am 9. November 2026 im Hotel Pullman in Köln erstmals die neue Fachtagung „Perimeterschutz“. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die mit der Planung, dem Betrieb oder der Weiterentwicklung von Perimeterschutzkonzepten befasst sind. Im Mittelpunkt steht der VdS-Sicherheitsleitfaden Perimeter (VdS 3143), der bis zum Tagungstermin in einer neuen Version erscheinen und vor Ort ausführlich vorgestellt werden soll. Ergänzend zur Fachtagung bietet das VdS-Bildungszentrum erstmals auch einen zweitägigen Lehrgang „Perimetersicherung“ an, dessen erster Termin für den 17. und 18. Dezember 2026 in Köln angesetzt ist.

Die Details

Die Fachtagung greift laut Ankündigung mehrere zentrale Themenfelder auf. Neben der Vorstellung der neuen Perimeter-Richtlinie geht es um risikobasierte Planung und Verhältnismäßigkeit sowie um die Einordnung des Perimeterschutzes in ein integriertes Sicherheitskonzept, das über klassische Zaun- und Torlösungen hinausgeht. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf smarter Perimetersicherung und der Frage, was KI-gestützte Videoanalytik in der Praxis tatsächlich leisten kann und wo lediglich Hype dominiert. Auch der regulatorische Rahmen wird behandelt: Das KRITIS-Dachgesetz sowie BSIG 3.0 (NIS-2) und deren Auswirkungen auf den Perimeterschutz sind fester Bestandteil des Vortragsprogramms. Weitere Themen sind die Rolle des Zufahrtsschutzes, Praxisberichte zur Perimetersicherung bei Betreibern Kritischer Infrastrukturen sowie der Einsatz von Drohnen am Perimeter im 24/7-Betrieb mit automatisierter, zentraler Steuerung.

Als Referierende sind Vertreter von Sicherheitsberatungen, Versicherungen, Sicherheitsdienstleistern sowie der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention angekündigt. Anhand von Praxisberichten soll gezeigt werden, wie sich moderne Perimeterschutz-Lösungen wirtschaftlich, risikoorientiert und normenkonform umsetzen lassen.

Der begleitende, europaweit anerkannte Lehrgang „Perimetersicherung“ vermittelt vertiefendes Hintergrundwissen zu den im Leitfaden VdS 3143 angesprochenen Aspekten. Teilnehmende lernen die Bestandteile von Perimeter-Detektionssystemen kennen und sollen in die Lage versetzt werden, deren Wirksamkeit und Sinnhaftigkeit – auch unter finanziellen Gesichtspunkten – einzuschätzen. Zusätzlich werden Kenntnisse zu Ausschreibungsformulierungen und Planungsbeispielen vermittelt.

Einordnung

Der Perimeterschutz bildet in der Regel die erste Absicherungsebene gegen unbefugten Zutritt zu einem Gelände und gewinnt laut Ankündigung angesichts neuer Bedrohungslagen und steigender Sicherheitsanforderungen zunehmend an Bedeutung. Besonders für Betreiber Kritischer Infrastrukturen verändert sich das regulatorische Umfeld durch das KRITIS-Dachgesetz und NIS-2 spürbar, sodass technische und organisatorische Maßnahmen neu bewertet werden müssen. Die Fachtagung reagiert auf diesen Bedarf, indem sie Regulatorik, Technik und Praxiserfahrung in einem Format zusammenführt. Dass gleichzeitig ein vertiefender Lehrgang eingeführt wird, unterstreicht den wachsenden Qualifizierungsbedarf im Bereich der Perimetersicherung – von der strategischen Planung bis zur konkreten Ausschreibung entsprechender Systeme.

Praxis-Tipps

  • Sicherheitsverantwortliche und Betreiber Kritischer Infrastrukturen sollten die neue Version des VdS-Sicherheitsleitfadens Perimeter (VdS 3143) im Blick behalten, sobald diese veröffentlicht wird.
  • Angesichts der Neuregelungen durch KRITIS-Dachgesetz und BSIG 3.0 (NIS-2) empfiehlt sich eine frühzeitige Auseinandersetzung mit den daraus resultierenden Anforderungen an technische und organisatorische Maßnahmen.
  • Wer Perimeterschutzkonzepte plant oder ausschreibt, kann vom Lehrgang „Perimetersicherung“ profitieren, um Detektionssysteme sowohl technisch als auch wirtschaftlich fundiert bewerten zu können.
  • Der Blick auf Praxisberichte anderer KRITIS-Unternehmen kann helfen, eigene Schutzkonzepte risikoorientiert und normenkonform auszurichten.

Ausblick

Mit der Fachtagung und dem neuen Lehrgang schafft das VdS-Bildungszentrum ein erweitertes Angebot, das die zunehmende Relevanz des Perimeterschutzes im Kontext von KRITIS-Regulierung widerspiegelt. Die Zielgruppe reicht von Sicherheitsplanern und Errichtern über Werkschutzleiter bis hin zu Versicherern, Sachverständigen und Behördenvertretern. Für die Branche dürfte insbesondere die Vorstellung der überarbeiteten VdS 3143 sowie die praxisnahe Einordnung der neuen gesetzlichen Vorgaben von Interesse sein. Der erste Lehrgangstermin im Dezember 2026 sowie die Fachtagung im November bieten eine konkrete Gelegenheit, sich frühzeitig mit den kommenden Anforderungen an modernen Perimeterschutz vertraut zu machen.