Deposittresor: Was ist das, was unterscheidet ihn vom Einwurftresor?
Ein Deposittresor ist ein Tresor mit Einwurföffnung: Bargeld, Umschläge oder Schlüssel werden eingeworfen, ohne dass der Tresor geöffnet wird. Eine Rückholsperre verhindert, dass Eingeworfenes wieder herausgeholt wird; entnehmen kann nur, wer Schlüssel oder Code hat. „Deposittresor“ ist ein anderes Wort für Einwurftresor.
Deposittresor und Einwurftresor: zwei Namen, ein Gerät
Einen technischen Unterschied zwischen Deposittresor und Einwurftresor gibt es nicht. DiaDorn verwendet beide Begriffe für dieselben Geräte: Das Modell 12101 heißt in der Beschreibung Deposittresor, die Kategorie mit 12101, 12201 und 12203 heißt „Deposittresore mit Einwurfschlitz“. Die Einwurföffnung heißt in den Produktangaben auch Depositöffnung. Unterschiede gibt es zwischen den Bauformen – Einwurfschlitz, Einwurfklappe oder Schublade – und zwischen den Sicherheitsstufen A und B. Alle Modelle stehen unter Einwurftresore.
Abzugrenzen ist der Nachttresor. Das ist eine Einrichtung von Banken und Sparkassen, über die registrierte Kunden außerhalb der Schalterzeiten Bargeld einzahlen. Ein Einwurftresor steht dagegen im eigenen Betrieb. Wie er den Nachttresor der Bank ersetzt, steht im Beitrag Nachttresor: Was Betriebe tun, wenn die Bank ihn abschafft.
Drei Bauformen: Schlitz, Klappe, Schublade
Einwurftresor mit Einwurfschlitz
Durch den Schlitz werden Bargeld und Umschläge eingeworfen. Die kompakten Modelle der Sicherheitsstufe A messen 300 × 280 × 260 mm, fassen 21,84 l und haben einen Einwurfschlitz von 20 × 150 mm. Durch die kompakten Maße lassen sie sich in Theken, Verkaufstresen oder Schränke einbauen. Ein Beispiel ist der Deposittresor mit Einwurfschlitz – Pin-Code, Geschäftskunden mit elektronischem Pin-Code-Schloss und 13,4 kg Gewicht. Bei den schweren Modellen der Sicherheitsstufe B misst die Depositöffnung des 12201 230 × 30 mm. Alle Modelle: Mit Einwurfschlitz.
Einwurftresor mit Einwurfklappe
Durch die Klappe passen Geldtaschen, Umschläge und Schlüssel. Die Einwurfklappe misst 70 × 225 × 190 mm. Die Standardhöhe der Sicherheitsstufe A misst 450 × 280 × 300 mm bei 35 l Volumen; die hohen Modelle 10523 und 10524 sind 650 mm hoch und fassen 54 l. In Sicherheitsstufe B gibt es die Klappe bei 10423 und 10424. Alle Modelle: Mit Einwurfklappe.
Einwurftresor mit Schublade
Bei 13201, 13202 und 13203 läuft der Einwurf über eine Schublade mit 200 × 126 mm Öffnung und eigenem Schloss. Wird die Schublade verschlossen, öffnet sich ihr Boden und der Inhalt fällt in den unteren Tresorbereich.
Rückholsicherung
Alle Einwurftresore von DiaDorn mit Schlitz, Klappe oder Schublade haben eine Rückholsperre. Sie verhindert, dass eingeworfene Scheine wieder herausgegriffen werden. Eingeworfen wird schlüssellos, geöffnet nur von Berechtigten. So kann das Personal Tageseinnahmen auch bei laufendem Betrieb oder nach Schichtende einwerfen, ohne Zugriff auf den Inhalt zu haben.
Sicherheitsstufe A und B
Jeder DiaDorn-Tresor hat Sicherheitsstufe A oder B, gebaut nach VDMA 24992. Die Modelle der Sicherheitsstufe A sind einwandig mit 3 mm Wand und 6 mm Tür. In Sicherheitsstufe B sind 10423 und 10424 doppelwandig mit 40 mm Gesamtstärke. Die Modelle 12101, 12201, 12203 und 13201 bis 13203 sind mit Beton gefüllt und wiegen zwischen 131 kg und 267 kg.
Welche Bargeldsumme abgesichert ist, entscheidet der Versicherer. Unsere Versicherungseinschätzung aus Erfahrungswerten:
- Sicherheitsstufe A: ca. 1.500 € Bargeld
- 10423, 10424 und 12101 (Sicherheitsstufe B): bis ca. 2.500 €
- 12201, 12203 und 13201 bis 13203 (Sicherheitsstufe B): bis ca. 10.000 €
Die Modelle mit Betonfüllung stehen unter Schwere Einwurftresore.
Verankerung
Ein Deposittresor wird fest verankert. Das Gewicht erschwert den Abtransport, ersetzt aber keine Verankerung. Die kompakten Modelle mit Schlitz oder Klappe lassen sich an Wand und Boden verankern, ebenso 10423 und 10424. Am Boden verankert werden 10103, 10125, 10126, 10127, 10181 und 10187 sowie die schweren Modelle 12101, 12201 und 12203. Die Schubladenmodelle 13201 bis 13203 sind für die Bodenverankerung vorbereitet. Montiert wird an allen Befestigungspunkten, direkt an Wand bzw. Boden ohne Abstand. Befestigungsmaterial liegt bei.
Schlossarten
- Doppelbart-Schlüsselschloss: Standard sind 2 Schlüssel. 101013 bis 101015 (Schlitz) und 101233 bis 101235 (Klappe) haben bei gleicher Bauform 3, 4 oder 5 Schlüssel.
- Elektronisches Pin-Code-Schloss: beim 10102 mit einem Mastercode und einem Benutzercode.
- Fingerprint mit Pin-Code: 10105 und 10115 mit Schlitz, 10127 und 10187 mit Klappe.
- Vier-Augen-Prinzip mit zwei Schlössern: Beim 10201 (Schlitz) und 10223 (Klappe) öffnen zwei Personen mit je einem Schlüssel gemeinsam. Der 12203 hat Pin-Code und Schlüssel; die Tür öffnet nur mit beidem.
- Sicherheitsstufe B mit Einwurfklappe: Der 10423 hat ein Hochsicherheits-Schlüsselschloss (Schloss VdS Klasse A – gilt für das Schloss, nicht für den Tresor). Der 10424 hat das elektronische Zahlenschloss Easthouse SafeLogic C10 (Schloss VdS Klasse 2 – gilt für das Schloss, nicht für den Tresor) mit Öffnungsverzögerung von 1 bis 40 Minuten.
Wo Deposittresore eingesetzt werden
Eingesetzt in Gastronomie und Einzelhandel: in Restaurants, Cafés, Bars, Bäckereien, Drogerien und Boutiquen. Modelle mit Einwurfklappe stehen in Autohäusern, Werkstätten und bei Fahrzeugvermietungen, für Tageskasse und Fahrzeugschlüssel. Für Kirchen und Gemeinden gibt es Opferstöcke, etwa den 10508 mit Einwurfschlitz oben. Einwurftresore sind für den Innenbereich gebaut.
Lieferung
DiaDorn produziert seit 2013 Einwurftresore für Geschäftskunden. Lagerware wird innerhalb Deutschlands in 1–2 Werktagen geliefert, der Versand ist dort kostenlos; ins Ausland dauert es je nach Land länger. Die schweren Modelle kommen per Spedition frei Bordsteinkante.